Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Karlsruhe, Heinz Fenrich

Karlsruhe kann mit einer reichen, seit Jahrhunderten gewachsenen und heute äußerst engagierten und innovativen Kulturszene aufwarten. Immer wieder setzt sie neue und spannende Impulse, greift neue Trends auf, akzeptiert oder verwirft sie in spannenden Auseinandersetzungen. Unsere Stadt ist dank ihrer bemerkenswerten Infrastruktur mit Theatern, Museen, Kunsthochschulen und vielen weiteren Kulturanbietern eine wichtige Adresse für international aktive Kunstschaffende aller Sparten. Viele Kreative kommen zu Festivals hierher und behalten anschließend unsere kreative, freundliche Stadt mit ihrem mediterranen Flair in guter Erinnerung.


Ich freue mich daher sehr, dass es der Literarischen Gesellschaft mit ihrem engagierten Team um Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann gelungen ist, die Baden-Württembergischen Literaturtage 2012 in die Fächerstadt zu holen. Ihr Motto „WertWortWandel“ weist auf den Wert von Sprache und Literatur an sich hin. Aber auch darauf, dass Literatur Werte vermittelt und damit für Jung und Alt eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Diskurs spielt: Literaten benennen Probleme und Entwicklungen, tragen sie so oft erst ins öffentliche Bewusstsein und stoßen nicht selten notwendige Diskussionen an, die im Alltagsgeschäft gerne verdrängt werden. Kunst und Kultur, also auch die Literatur sind dabei ständig in Bewegung, ja sie definieren sich oft regelrecht über den Wandel. Sei es der Generationen und mit ihnen der Inhalte oder aktuell durch die Präsentation über neue Medien oder Vermittlungsformen.


Ein Spiegelbild dieses Mottos ist daher auch das breit gefächerte Programm, das junge wie arrivierte Autoren in Auseinandersetzung mit Musik und Bildender Kunst präsentiert und auch neue Formen wie den Poetry Slam einbezieht. Außerdem – als eine weitere Facette des Wandels – wird er als Wandeln wörtlich genommen, denn die Baden-Württembergischen Literaturtage bespielen nahezu unsere ganze Stadt, indem sie viele Veranstalter und Orte integrieren. Bei soviel Vielfalt wünsche ich den Literaturtagen viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer und damit eine gute Resonanz.


Heinz Fenrich
Oberbürgermeister